Vögel stark bedroht
„Es gibt Menschen, welche den Vogel ganz genau zu kennen glauben, weil sie das Ei gesehen, woraus er hervorgegangen.“ Heinrich Heine
Dädalus und Ikarus aus der antiken griechischen Mythologie haben sich von den Vögeln inspirieren lassen, wie man fliegen kann und flogen dann mit selbst gebauten großen Flügeln durch die Lüfte. In der Realität ist es den Menschen jedoch noch nicht gelungen, wie ein Vogel zu fliegen. Trotz genauer Flugaufzeichnungen von Vögeln, Fledermäusen und Insekten ist der technische Mechanismus des Flügelschlags bis heute noch nicht entschlüsselt.
Bisher sind ungefähr 9700 Vogelarten bekannt. Sie leben auf allen Kontinenten der Erde und schon nach dem Aussterben der Dinosaurier haben sich Vogelgruppen herausgebildet, die den heutigen Vögeln sehr ähnlich sind. Vögel haben meist unterschiedliche Spezialanpassungen. So können Eulen bei Nacht sehen und ihren Kopf um 270° drehen, jedoch sehen sie sehr unscharf. Wanderfalken können kleine Tiere aus einer Entfernung von über einem Kilometer entdecken. Kleine Vögel können UV-Licht wahrnehmen. Einige Arten können unter Wasser sehen, indem sie das Brechungsvermögen ihrer Augenlinsen anpassen und wieder andere haben einen Magnetsinn. Zu alledem wird auch noch vermutet, dass Vögel viel intelligenter sind, als bisher angenommen.
Vögel sind einzigartig und bemerkenswert und werden immer seltener…
Heute ist die überarbeitete IUCN Red List über Aves mit einem schockierendem Thema erschienen. 1227 Vogelarten sind vom Aussterben bedroht. 192 Arten sind sogar stark vom Aussterben bedroht (Critically Endangered- höchste Kategorie der Bedrohung).
So auch die kolumbianische Kolibriart Isabella-Schneehöschen, die erst seit 2007 beschrieben ist. Diese Art musste ihren Lebensraum für den illegalen Coca-Anbau einschränken und lebt nun auf nur noch 1200 Hektar.
“It extremely worrying that the number of Critically Endangered birds on the IUCN Red List continues to increase, despite successful conservation initiatives around the world,” sagte Simon Stuart, Chair of IUCN’s Species Survival Commission.
Aber es gibt auch gute Nachrichten. Durch Vogelschutzprogramme ist es gelungen den brasilianischen Papagei Lear-Ara und den Sturmvogel Chatham Petrel von der höchsten Bedrohungskategorie zu „endangered“ zu verschieben. Auch der Mauritiusweber wurde durch eine Translokation und eine neu eingerichtete Population vor dem Aussterben gerettet.

Hoffentlich laufen andere Schutzmaßnahmen ebenso erfolgreich. In diesem Sinne:
„Schützt die Vögel! Die Taube bringt uns den Frieden und der Storch Steuerermäßigung.“ Bob Hope
Quelle:
http://www.iucn.org/





